Oliver Jeffers

Hab heute (mal wieder) einen Künstler entdeckt, bei dessen Bildern mir einfach nur die Tränen laufen. – Und wo sind MEINE Bilder? Wo sind MEINE Geschichten?

Wo ist diese Türe, wo der Ausgang aus diesem Gefängnis? Immer steht da jemand und hält mich. Überall spüre ich diese Wand, wenn ich zeichne diese Angst: Ist das was, ach lass mal, nein, du nicht, das gefällt eh nicht, nein, das ist nicht originell, ähhh -. Leere.

Und da steht jemand wie Oliver und macht und tut und kann. Seine Geschichten sind direkt von Bauch und Herz ins Papier diktiert. Warum empfinde ich das wie eine Ohrfeige? Warum stehe ich verzweifelt da und meine mich damit beruhigen zu müssen, indem ich mir sage, er hats ja auch gelernt. Ich nicht.

Meine Niedlichkeit in meinen Bildern ist das Problem. Diese Gefälligkeitsniedlichkeit. Diese einschmeichelnde, kopierende Niedlichkeit, die so ohne Mut hofft, sich von Projekt zu Projekt mogeln zu können.  Mit Menschen ist es ganz gleich. Ich hoffe immer, gemocht zu werden. Nach wie vor. Das ist für andere zutiefst uninteressant.

Hoffen macht unfrei. Hoffen macht unglücklich. Hoffen verschiebt das Leben auf später. Albert Camus, oder?

Hier ein Video über Oliver. Ein sehr liebenswertes Video. Eines, das mir sagt, dass ich mir endlich ein wunderbar unwiderstehliches Notizbuch zulege.

 

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